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Bad Hofgastein

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Bad Hofgastein, Bezirk St. Johann im Pongau, Salzburg, 5630, Österreich (47.17031 13.10606)

Über diese Karte

Name: Topografische Karte Bad Hofgastein, Höhe, Relief.
Koordinaten: 47.08484 13.01954 47.23547 13.16690
Minimale Höhe: 825 m
Maximale Höhe: 3.225 m
Durchschnittliche Höhe: 1.743 m

Bad Hofgastein

Eine zweite Blüte erreichte Hofgastein nach der Aufhebung des Erzbistums Salzburg und dem Anschluss an Österreich seit 1807 als Heilbad. Am 23. August 1828 erfolgte die Verleihung des „immerwährenden“ Rechtes auf Bezug von Ein-Fünftel-Anteil des Thermalwassers aus den Quellen von Bad Gastein durch Kaiser Franz I. Das Wildbad (heute gibt es ein „Felsenbad“) in Badgastein war überlaufen, ein dort beabsichtigter Erweiterungsbau kam nach Verwüstung des Geländes durch ein Hochwasser 1828 nicht zustande. Anfangs wurde das Wasser von Bräuer Moser, der einen Badesaal in seiner Brauerei einrichtete, mit Wagen in Fässern nach Bad Hofgastein herbeigeschafft. Pläne des Bergbeamten und Technikers Joseph Gainschnigg (1759–1835), Sohn des Böcksteiner Mesners, für eine Thermalwasserleitung existierten schon länger. Ladislaus Pyrker (Erzbischof von Erlau, Patriarch von Venedig) schlug den Bau einer solchen Leitung vor, im Juni 1825 wurde das Projekt Gainschnigg kommissioniert, erst am 23. August 1828 entschied sich der Kaiser per Resolution dafür. Eine Aktiengesellschaft von 34 Bürgern zur Aufbringung der Kosten wurde 1828 gegründet, Pyrker schloss sich mit einem hohen Betrag an und übernahm den Vorsitz. 1828 bis 1830 wurde die 7250 m lange Leitung aus 2235 Fichten- und Lärchenstämmen – ein Stamm je 3,24 m Länge – mit beim Einlauf 6 und dann 5 Zoll (etwa 13 cm) Bohrdurchmesser und durchschnittlich 3,24 m Länge errichtet; teils zutage liegend, teils nur wenig in die Erde gebettet. Die Regierung unterstützte das Projekt mit der Lieferung von 500 Stämmen. So flossen täglich rund 200 Kubikmeter die 140 m Höhenunterschied mit rund 3,3 Promille Gefälle von Bad Gastein herunter.

Wikipedia (CC-BY-SA 3.0)