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Topografische Karte Dobritsch

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Dobritsch

Die erste schriftliche Erwähnung von Dobric erfolgte im Jahr 1205, als der Vladike Nostislav von Dobric den Hof einschließlich vier Hufen Land dem Benediktinerkloster Insula überließ. Der Ort wurde in lateinischen Schriften Dobrziecz und später auf Tschechisch Dobřieč genannt. Während der Machtkämpfe nach dem Tod Ottokar II. Přemysls wurden das Kloster und seine umliegenden 24 Dörfer, darunter auch Dobříč, 1278 durch brandenburgische Truppen Ottos IV. verwüstet. Nach dem Mord am letzten Přemyslidenkönig Wenzel III. war die Gegend zwischen 1307 und 1310 den Plünderungen durch das Heer Heinrichs von Kärnten ausgesetzt. Nachdem Johann von Luxemburg im Herbst 1310 Prag eingenommen hatte, ließ der Abt Hermann durch Papst Clemens V. eine päpstliche Schutzurkunde für die gesamte Klosterherrschaft ausfertigen, in der auch das Gut Dobrziecz aufgeführt wurde. Im August 1420 brannten die Hussiten zunächst das Zisterzienserkloster Königsaal nieder und begannen am 10. August 1420 mit der Belagerung und dem Beschuss des Klosters Insula, das sie vier Tage später eroberten und niederbrannten. Ein Teil der Benediktiner konnte in die Propstei St. Johann fliehen. Kaiser Sigismund konfiszierte 1421 sämtliche Güter des zerstörten Klosters Insula und schlug sie der Herrschaft Karlstein zu. Im Jahr 1436 verpfändete er für treue Dienste die Güter Dobříč und Mezouň an Hospřid von Hostivice, der den Hof Dobříč an Kleinadlige weiterverpachtete. Zum Ende des 15. Jahrhunderts erwarb das Kloster Insula den Hof Dobříč und weitere neun Güter zurück. Im Jahr 1502 verpachtete der Abt Stephan den Hof Dobříč, wegen rückständiger Pacht wurde er bald darauf wieder eingezogen. Das ruinöse Kloster Insula verfiel immer mehr; es wurde schließlich 1517, als die letzten Mönche ins Tochterkloster Sankt Johann unter dem Felsen übersiedelten, ganz aufgegeben. Während der Amtszeit des Abtes Johann V. (1517–1539) wurde der Hof Dobříč erneut verpachtet. Nach dem Ständeaufstand in Böhmen wurden die klösterlichen Dörfer St. Johann unterm Felsen, Sedlec, Hostím und Bubovice sowie der Hof Dobříč 1619 konfisziert und an Jindřich Šťastný Homut von Harasov verkauft. Dieser schloss den Hof Dobříč an sein Gut Chrustenice an. Die zwei dem Prager Domkapitel St. Veit gehörigen Chaluppen wurden ebenfalls eingezogen und an den Altstädter Bürger Matouš Michalový veräußert. Nach der Schlacht am Weißen Berg erhielt das Kloster 1621 seinen Besitz zurück und verpachtete den Hof Dobříč 1622 an Kunigunde Kunsch von Berbisdorf. Sie überschuldete den Hof binnen kürzester Zeit. Als die Familie von Berbisdorf 1623 wegen ihrer Beteiligung am Ständeaufstand bestraft wurde, verließ Kunigunde von Berbisdorf Böhmen und hinterließ auf dem Hof offene Forderungen in Höhe von 1138 Meißnischen Schock. Im selben Jahr erhielt das Prager Domkapitel seinen Anteil an Dobříč zurück. Der Hof Dobříč wurde während des Dreißigjährigen Krieges zerstört.

Wikipedia (CC-BY-SA 3.0)

Über diese Karte

Name: Topografische Karte Dobritsch, Höhe, Relief.

Ort: Dobritsch, SO POÚ Hostivice, SO ORP Černošice, Bezirk Prag-West, Mittelböhmische Region, Mittelböhmen, Tschechien (49.99758 14.24756 50.02744 14.27371)

Durchschnittliche Höhe: 360 m

Minimale Höhe: 312 m

Maximale Höhe: 389 m

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